Aufruf zur Teilnahme am geplanten FEI-Forschungsprojekt „Entwicklung eines immunologischen Schnelltests zur Charakterisierung und Bewertung der Bakterienflora in Most und Wein“

Für die Praxis fehlt ein Verfahren, mit dem im Gärverlauf sicher, einfach und kostengünstig Schadbakterien in Most und Wein analysiert werden können. Deshalb wird ein Teststreifen auf der Basis eines Antikörper-Reaktionstests zur Detektion von Schadbakterien in Most und Wein entwickelt. Dabei sollen verschiedene Bakteriengattungen (Essigsäure- und Milchsäurebakterien) detektiert werden. Aber auch die Arten Oenococcus oeni und Lactobacillus plantarum sollen analysiert werden, so dass überprüft werden kann, ob die für einen erfolgreichen BSA erforderliche Mindestzellzahl von 106 Zellen/mL erreicht wurde. Durch die Erkenntnisse können frühzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Gleichzeitig wird der Test vom Winzer oder Kellermeister durchgeführt werden können und innerhalb weniger Minuten das Ergebnis anzeigen. Er darf nur wenige Euro pro Test kosten und geringe bis gar keine Investitionskosten (inkl. Schulungen) mit sich bringen. Zur Beurteilung der Messergebnisse werden diese mit Referenzdaten abgeglichen und daraus konkrete Empfehlungen für den Winzer / Kellermeister abgeleitet.

Das Ziel des Projektes ist es, eine schnelle und zuverlässige Analysenmethode zu entwickeln, mit der

· die Beimpfungen mit BSA-Starterkulturen kontrolliert werden können

· Schadbakterien frühzeitig detektiert und behandelt werden können.

Über eine Smartphoneapp soll eine quantitative Abschätzung möglich sein.

Wir bitten interessierte Betriebe aus ganz Deutschland, sich am Projekt zu beteiligen. Eine finanzielle Unterstützung (250€/Jahr über 4 Jahre (2018-2021) oder Einmalzahlung von 1000€) ist allerdings erforderlich, da 10% der Fördersumme über Industriemittel erbracht werden müssen. Die Mitarbeit am Projekt erfordert eine schriftliche Interessensbekundung sowie die jährliche Teilnahme an den Sitzungen des Projektbegleitenden Ausschusses.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte per Email oder telefonisch an Prof. Dr. Maren Scharfenberger-Schmeer (Maren.ScharfenbergerSchmeer@hs-kl.de, Tel.: 06321 671 359)






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