2. Schulverpflegung als kommunaler Auftrag

Die Entscheidung, eine Schule zur Ganztagsschule zu machen, ist eine Entscheidung des Schulträgers. Die politischen Ausschüsse müssen mit einem Beschluss die Einrichtung der Ganztagsschule festlegen.

Dabei wird zwischen zwei Formen der Ganztagsschule (GTS) unterschieden: GTS in Angebotsform (verpflichtender Form) und GTS in offener Form. Wird eine Ganztagsschule in Angebotsform geführt, muss der Schulträger eine Schulverpflegung für die Versorgung der Kinder und Jugendlichen bereitstellen. Die Schulverpflegung ist somit ein bedeutender kommunaler Auftrag, als den viele Träger sie mittlerweile auch sehen. (Schulgesetz RLP)

In den letzten Jahren ist dabei eine hohe Qualität der Verpflegung immer wichtiger geworden. Das Essen soll den Schülerinnen und Schülern schmecken, lukrativ für den Caterer sein, bezahlbar für die Eltern und gut zu organisieren für die Schule. All diese Anforderungen gilt es für den Träger unter einen Hut zu bringen.

Bei der Organisation der Schulverpflegung muss der Träger als öffentlicher Auftraggeber vergaberechtliche Vorgaben beachten. Ab einem bestimmten Betrag muss auch die Schulverpflegung öffentlich ausgeschrieben werden.

Zur Vorbereitung auf diese Ausschreibung ist es sinnvoll, zu betrachten, welche Verpflegung vor Ort in den Schulen angeboten wird. Bei der Erarbeitung eines Verpflegungskonzeptes werden die Stimmen der einzelnen Akteure in den Einrichtungen mit aufgenommen und die Ist-Situation erfasst. Es ist zwar ein hoher Aufwand einmalig alle Informationen zu sammeln, geht es anschließend jedoch um die Ausschreibung, lässt sich diese sehr viel einfacher umsetzen. Das Verpflegungskonzept kann dann nämlich direkt als Grundlage für die Leistungsbeschreibung verwendet und evtl. müssen nur wenige Punkte für die Ausschreibung konkreter formuliert werden.

Ein fertig formuliertes Verpflegungskonzept ist eine gute Stütze für den Träger als kommunalen Auftraggeber, um die Qualität der Verpflegung hoch zu halten. Der Träger hat ein Dokument vorliegen, dass alle Rahmenbedingungen der Verpflegung übersichtlich beschreibt. Die Qualitätssicherung ist dadurch gesichert, dass das Konzept bei jeder neuen Ausschreibung auf seine Gültigkeit hin überprüft wird.

Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung unterstützt Sie gerne bei der Ausschreibung, eine Online-Hilfe ist der Generator für die Erstellung der Leistungsbeschreibung.

Download: 2019_Schulessen_Traeger.pdf2019_Schulessen_Traeger.pdf QS_Fuer_Entscheider_Schule.pdfQS_Fuer_Entscheider_Schule.pdf


Franziska.Wieber@dlr.rlp.de      drucken nach oben  zurück