Maschenweite von Vogelschutznetzen

In einem neuen Gutachten zur Abwehr von Vögeln in der Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz, das in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Vogelschutzwarte und dem Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht erstellt wurde, wird für Vogelschutznetze eine Maschenweitengröße von höchstens 25 x 25 mm empfohlen. Nach Auskunft der Staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt können Netze mit 30 mm Maschenweite (und mehr) von verschiedenen Kleinvogelarten (z. B. Blaumeise, Kohlmeise, Laubsänger) durchdrungen werden, wobei die Gefahr der Strangulation oder des Hängenbleibens (und Verhungerns) besteht. Da frühere Empfehlungen von Maschenweiten bis zu 30 Millimetern ausgingen, ist in Absprache mit der Staatlichen Vogelschutzwarte übergangsweise die weitere Verwendung noch vorhandener Netze mit Maschenweiten bis 30 mm vertretbar. Künftig sollten jedoch nur noch Netze mit Maschenweiten bis max. 25 mm Maschenweite hergestellt und benutzt werden.
In der Pfalz werden im Weinbau überwiegend Seitenbespannungsnetze (Traubenzonennetze) mit Maschenweiten deutlich unter 25 mm verwendet, so dass von dieser Regelung nur wenige Betriebe betroffen sein werden.

Dr. Bernd Altmayer


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