WeGa-Agrocluster - WiTA, der Wissenstransferassistent |
| 01.2009 bis 12.2015 | Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Projektträger Jülich (PtJ) Förderkennzeichen: 0315542M Projektverantwortlicher AP 9.3: Bis Juli 2013 Werner Riedel, bis Dezember 2015 Dr. Norbert Laun Projektdurchführung AP 9.3: Isabelle Lampe Das Kompetenznetz WeGa (WeGa = Wertschöpfungskette Gartenbau) war eines von fünf Kompetenznetzwerken der Agrar- und Ernährungswissenschaft, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Hightech-Strategie von September 2010 bis August 2015 mit einem Gesamtvolumen von 7,6 Mio Euro und einer Fördersumme von 6,1 Mio Euro gefördert wurde. Neben dem Bundesministerium beteiligen sich auch Landesministerien an der Finanzierung. Unterstützung erlangt das Projekt zudem von Unternehmen des Gartenbaus sowie der vor- und nachgelagerten Industrie. Die Koordination unterlag der Leibniz Universität Hannover. Das Ziel von WeGa war die Absicherung und Förderung der Wertschöpfung im Wirtschaftssektor Gartenbau durch die Bündelung wissenschaftlicher Kompetenzen. Das Arbeitspaket 9.3 „WWW – Wissenmanagementsysteme zur Produktsicherheit im Gartenbau“ war im AgroClustEr WeGa im Verbundprojekt 7 „Lehre, Koordination und Verstetigung“ im Querschnittsprojekt „WeGa-Transfer“ angesiedelt. Die im Verbundprojekt 7 beinhalteten Teilprojekte nahmen Einfluss auf den Erfolg und die Verstetigungsqualität des WeGa-Netzwerkes und agierten an den entscheidenen Schnittstellen zwischen Projektdurchführung, Institution, Forschungsverbund, Ausbildung, Nachwuchsförderung, gartenbaulicher Praxis sowie dem Wissens- und Technologietransfer. Das Querschnittsprojekt „WeGa-Transfer“ übernahm im Einzelnen die Aufgabe des Wissens- und Technologietransfers im Netzwerk. Dabei galt es, sowohl das Wissen aus den Ergebnissen der Forschungsprojekte in die Wirtschaft bzw. zum Verbraucher zu transportieren (AP 9.3) als auch Problemfelder und Hemmnisse des Wissenstransfers von der gärtnerischen Praxis in die Forschungseinrichtungen aufzudecken (AP 9.2). Der Wirtschafts- und Finanzierungspartner im Projekt war der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG), vertreten durch das Informationssystem hortigate. Zielsetzung des Arbeitspaketes 9.3 war eine Generierung einer kostenlosen Clustersuche zur Vernetzung der Wissensgenerierung und Wissensnutzung im Gartenbau. Als Ergebnis eine Suchmaschine mit dem Namen WiTA – Wissens-Transfer-Assistent. Der von WiTA ermöglichte Wissenstransfer, der aus einer engen Vernetzung von Wissenschaft, Forschung, Versuchswesen, Beratung und Berufsstand sowie Partnern der Wertschöpfungskette Gartenbau resultierte, sollte den Informationsfluss zwischen Forschung, Praxis und Verbraucher beschleunigen. Die vom DLR Rheinpfalz entwickelte gartenbauliche Suchmaschine WiTA hatte in erster Linie die Aufgabe, fachliche Informationen zu transportieren. Im Prinzip funktionierte WiTA wie Google oder andere Suchmaschinen. Der Unterschied: WiTA achtete die Privatsphäre der Nutzer, verwendet Filterfunktionen, um die Trefferlisten übersichtlicher zu gestalten und war eine unabhängige Suchmaschine. Kochrezepte, Haus- und Kleingarten-Foren oder gärtnerisches Halbwissen konnten mit WiTA nicht gefunden werden. Es wurden nur fachliche und qualitativ hochwertige Datenbanken in die Suche integriert. Um den Wissenstransfer möglichst simpel und schnell zu gestalten, waren die Suchfunktionen von WiTA einfach, flexibel und übersichtlich aufgebaut. Der Nutzer konnte sowohl über eine einfache Suche mit Übergabe einzelner Schlagwörter suchen oder seine Suche in der erweiterten Suche verfeinern und dort ggf. einzelne Datenbanken in Vorauswahl festlegen. Der Unterschied zu anderen webbasierten Suchmaschinen war die Kombination aus Indexierung und Meta-Suche, d.h. WiTA hat sowohl Webseiten gecrawlt und indexiert als auch Suchanfragen an andere externe Suchmaschinen weitergegeben und deren Antworten auf der eigenen Oberfläche abgebildet. Weiterhin konnten die Nutzer auf eine Filtertechnik der Quellen zurückgreifen, über die die Trefferlisten übersichtlicher gestaltet werden konnten. An den statistisch festgehaltenen, regelmäßig wiederkehrenden Nutzern zeigte sich ein Bedarf an einer unabhängigen Spezial-Suchmaschine. Aber wie so oft im Leben spielte am Ende der Projektlaufzeit das Geld die entscheidende Rolle. Um sich qualitativ von einer kommerziellen Suchmaschine wie Google & Co abheben zu können, musste neben der inhaltlichen Betreuung auch ein hoher technischer Aufwand finanziert werden. Seit dem 1. Dezember 2015 ist die Suchmaschine aus finanziellen Gründen nicht mehr erreichbar. Siehe auch TIB.eu – Abschlussbericht Hortipendium – WeGa |
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