Optimierung der Bekämpfung des Apfelwicklers Cydia pomonella durch phänologische und populationsdynamische Erhebungen |
| 06.2007 bis 12.2009 | Bauern- und Winzerverband (BWV) Rheinland-Nassau e.V Antragsteller und Projektverantwortlicher: Uwe Harzer, Dr. habil. Johannes Jehle Projektleitung: Uwe Harzer, Isabelle Lampe, Dr. Josef Eichhorn Kooperationspartner: Versuchszentrum Laimburg, Südtirol, Dr. Roland Zelger Der Apfelwickler, Cydia pomonella, ist der wirtschaftlich bedeutendste Schädling im Apfel- und Birnenanbau. In Regionen mit warmen Klimaten, wie z.B. die Pfalz und Rheinhessen, tritt dieser Schadschmetterling in zwei vollständig ausgeprägten Generationen auf. In Regionen mit weniger günstigen Klimaten wie z.B. der Raum Koblenz – Ahrweiler macht er mindestens eine vollständige Generation. Bei unzureichender Bekämpfung kann der Apfelwickler einen Schaden von 30-40% der Früchte bis hin zum Totalausfall verursachen. Ein wesentlicher Faktor für den Bekämpfungserfolg in Rheinland-Pfalz ist eine verlässliche Vorhersage der Aktivität und Populationsentwicklung anhand phänologischer Daten in regional vorkommenden Populationen. Untersuchungen aus Südtirol haben gezeigt, dass viele der in der Literatur beschriebenen phänologischen und biologischen Parameter des Apfelwicklers nicht korrekt sind und auf alle Populationen und Regionen übertragen werden können. Nur wenn der Entwicklungszeitpunkt und die Entwicklungsgeschwindigkeit verlässlich abgeschätzt werden, können Bekämpfungsmaßnahmen termingerecht und effizient durchgeführt werden. Das Ziel dieses Projektes war die Erhebung von Daten und Grundlagen zur Phänologie und Populationsdynamik des Apfelwicklers. Die Ergebnisse des Projektes sollten die Prognosesicherheit und den Bekämpfungserfolg des Apfelwicklers in Rheinland-Pfalz verbessern und für die Entwicklung eines Prognosemodells verwendet werden. Bei der Entwicklung eines Prognosemodells könnte es möglich sein, chemische und biologische Pflanzenschutzmassnahmen gegen den Apfelwickler genauer zu terminieren mit dem Ziel zukünftig überflüssige Maßnahmen zu vermeiden und damit auch einen Beitrag für eine umweltschonende Apfelproduktion in Rheinland-Pfalz zu leisten. |
| |||||||||||||